Zeitschriftenabos


Zeitschriftenabos waren früher fast immer ein sehr leidiges Thema. Und damit sind nicht das Abonnement oder die Zeitschrift selbst gemeint, sondern vielmehr, wie die Abos an den Mann gebracht wurden. Fast jeder hat wohl schon einmal einem bedauernswerten Abonnementverkäufer die Haustür geöffnet und war froh, wenn man ihn wieder los war. Diese schlecht bezahlten Menschen in Drückerkolonnen wurden permanent unter Druck gesetzt und darauf geschult, bei den Leuten an der Haustür Mitleid zu wecken und diesen ein schlechtes Gewissen einzureden, damit sie ein Zeitschriftenabo abschließen.

Zwar gibt es leider auch heute noch immer Drückerkolonnen, jedoch wird dieser Vertriebsweg zum Glück weitaus weniger genutzt, als früher. Grund dafür ist das Internet. Das weltweite Netz bietet den Zeitschriftenverlagen eine ganze Reihe von neuen Vertriebsmöglichkeiten. Heute hat nahezu jede Zeitschrift und jedes Magazin eine eigene Internetpräsenz, auf der einige Inhalte der Printausgabe aber auch gesonderte Artikel erscheinen, Spiele, Preisausschreiben oder weitere Services angeboten werden. Eine solche Website ist selbstverständlich auch eine gute Werbeplattform, um neue Abonnenten zu gewinnen. Bei einem Abschluss direkt über die Website springt fast immer auch noch eine Sachprämie oder ein Gutschein für den neuen Abonnenten heraus.

Ein weiterer Vertriebskanal sind ebenfalls im Internet sehr aktive Rabattfirmen wie Webmiles oder Payback. Auf den Seiten dieser Anbieter befindet sich jeweils ein Zeitschriftenkiosk, bei dem der Nutzer ein Abo abschließen kann. Als Belohnung bekommt er dafür eine recht hohe Summe am Payback-Punkten beziehungsweise Webmiles gutgeschrieben. Alternativ bieten Webmiles und Payback aber auch die Möglichkeit, gesammelte Punkte gegen ein Abonnement verschiedener Zeitschriften einzutauschen, welches je nach Magazin und Höhe der einzulösenden Punkte sechs oder zwölf Monate lang läuft. Gemessen am Wert der einzulösenden Punkte sind diese Abos meistens sehr günstig, da sie von den Verlagen subventioniert werden. Denn häufig kommen Abonnenten dieser Prämien-Abos auf den Geschmack und abonnieren die Zeitschrift hinterher kostenpflichtig weiter.


Außerdem gibt es noch einige Internetseiten wie www.abo-direkt.de oder www.zeitschriften.org, die sich auf die Vermittlung von Zeitschriftenabos spezialisiert haben und bei denen man nahezu jede auf dem Markt befindliche Zeitschrift abonnieren kann. Diese Seiten kassieren dann von den Verlagen eine Vermittlungsprovision für den Abschluss. Wer über diese Seiten an Abo abschließt, kann sich ebenfalls meistens eine Sachprämie sichern oder bekommt das Abonnement im ersten Jahr zu besonders günstigen Konditionen. Ebenso können Schnupper-Abos mit einer kurzen Laufzeit von zum Beispiel drei Monaten zum Vorzugspreis abgeschlossen werden. Der einzige Grund, ein Zeitschriftenabo nicht online abzuschließen, ist so gesehen lediglich das Internet selbst. Nicht wenige Bürger schließen heute keine Abos mehr ab, weil Sie die Neuigkeiten und Informationen direkt im Internet nachlesen und gar kein gedrucktes Magazin mehr in die Hand nehmen.

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